Spargel (Asparagus officinalis)

Im Mai und Juni gehört er einfach auf den Teller – Mr. Spargel.
Am besten vom Bio-Bauernhof um die Ecke frisch vom Feld geerntet. Für mich jedes Jahr ein Muss und ich freue mich immer wieder darauf, vor allem weil uns der Spargel zusätzlich mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgt.

Er ist eine uralte Heilpflanze und gilt als Lebensmittel der Wahl, wenn man Magen-Darm-Beschwerden, Gallen- und Leberleiden und natürlich Problemen mit der Blase zu Leibe rücken will.

Wusstest du auch, dass Spargel unbedingt dann mit auf den Teller sollte, wenn du deinen Partner in Stimmung bringen möchtest?

Früher war er im Arzneibuch aufgeführt und musste somit in Apotheken vorrätig sein. Das Wort „officinalis“, aus dem lateinischen Namen des Spargels „Asparagus officinalis“, bedeutet übersetzt so viel wie: „arzneilich“ oder „Heilmittel“.
Erst ab dem 16. Jahrhundert hat man den Spargel aufgrund steigender Nachfrage systematisch gepflanzt und als Nahrungsmittel genutzt. Heute befindet er sich nur noch als Bestandteil in wenigen Nieren- und Blasentees.

Spargel (Asparagus) selbst gilt seit alter Zeit als harntreibend und ausschwemmend, er löst sogar Harnsäurekristalle aus Nieren und Muskulatur.

Weiters kann er hilfreich sein bei:
Ödemen, Verstopfungen, Gallen- und Leberleiden, in der Rekonvaleszenz. Naturärzte empfehlen ihn Zuckerkranken, Rheumatikern, Gichtkranken. Auch bei schweren Hautunreinheiten, sogar chronischen Ekzemen, hat sich Spargel bewährt.
Vorsicht:
NUR chronisch Nierenkranke dürfen ihn nicht essen, da er die Nieren stark reizt. Dies können wir auf der Toilette an dem Geruch wahrnehmen. Dieser tritt etwa schon eine halbe Stunde nach Verzehr ein und erklärt wie enorm er auf die Nieren wirkt. Personen mit erhöhten Harnsäurewerten bzw. Gicht sollten Spargel nur in Maßen konsumieren, da er einen relativ hohen Harnsäuregehalt aufweist.

Inhaltsstoffe: 
Aufgrund seines hohen Wassergehalts zählt der Spargel mit 18 Kalorien pro 100 g zu den besonders kalorienarmen Gemüsesorten.

An wertvollen Inhaltsstoffen mangelt es ihm jedoch nicht:
Spargel enthält reichlich Vitamine und Mineralstoffe.
Besonders Vitamin C, E und Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A) sowie Vitamine des B-Komplexes. Folsäure ist im rohen Spargel in besonders hohen Konzentrationen zu finden. Auch die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium und Kupfer sind als positive Inhaltsstoffe des Spargels besonders zu erwähnen. (1)

Der Ballaststoffgehalt im Spargel ist zwar nicht sehr hoch, doch enthält er einen ganz besonderen Ballaststoff, das Inulin, ein Stoff, der als Präbiotikum gilt, was bedeutet, dass er als Futter für die nützlichen Darmbakterien dient und somit die Darmflora äußerst positiv beeinflusst.

ACHTUNG! bei Importware.
Hier hat es schon böse Allergien und sogar Arsenvergiftungen gegeben – und leider werden im Intensivanbau viel zu viele Pestizide verwendet! Am besten ist es hier auf Bio-Qualität direkt vom Bauern zu setzen.

Blitzrezept-Inspiration

Zutaten für 2 Personen:
1 Bund frischen Bio-Spargel | 3 getrocknete Tomaten | 1 TL Kokosöl | 5 Bio-Eier | Kresse oder Schnittlauch | Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

So wird´s gemacht:
1. Spargel (die Köpfchen beiseite legen) und getrocknete Tomaten klein schneiden.
2. In einer Pfanne Kokosöl erwärmen und kurz anbraten, mit den Eiern übergießen den Herd auf die niedrigste Stufe stellen und stocken lassen.
3. Die Spargelköpfchen mit dampfen lassen oder roh drüber streuen, aber nicht unterrühren.
4. Mit frisch geriebenen Parmesan und Kresse bestreuen und servieren.

Natürlich kann hier alles Gemüse nach Wahl verwendet werden.

Ich wünsche dir eine genussvolle Spargelzeit und falls du diese Heilpflanze noch nicht für dich entdeckt hast, dann hoffe ich, dass ich dich mit diesem Blogbeitrag dazu inspirieren konnte!

Bis bald!
Deine Birgit Maria


(1) Quelle: Kursbuch gesunde Ernährung/ Die Küche als Apotheke der Natur – Verlag Zabert Sandmann GmbH

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