Finde Deine Mitte

In Zeiten wie diesen, in denen wir momentan leben, fühlen sich manchmal viele Menschen, als wären sie dieser Donut am Bild.
In diesen Momenten liegt unsere Aufmerksamkeit ganz wo anders als bei uns Selbst.
Nämlich im Außen.

Bei den emotionalen Stürmen, die man in den sozialen Medien finden kann oder im eigenen Alltag, welche in vielen Menschen jeden Tag Angst und Ungewissheit schüren. Anscheinend ist nichts mehr planbar, niemand weiß, wie es weiter geht und manchmal gibt es einen kurzen Moment von Ohnmacht, angesichts dessen, was uns als nächstes präsentiert wird.

Eigentlich wollte ich hier mit dem Thema Fasten weiter machen, jedoch merke ich an mir selbst, dass das mit dem Fasten im Moment bei mir nicht stimmig ist. Was ich jedoch verstärkt in letzter Zeit wahr nehme ist, und dies ist auch der Grund warum ich dieses Thema nun mit euch teilen möchte, dass Menschen mit denen ich mich unterhalte, vermehrt Gusto auf Süßes haben.
Ich will mich da jetzt nicht rausnehmen, denn mir geht es auch so.

Wie ist das bei Dir?

Im Grunde ist dies eigentlich leicht erklärbar.
In meiner Diplomarbeit zur Ernährungstrainerin, habe ich das Thema Zucker genau unter die Lupe genommen. Dazu möchte ich demnächst ein bisschen mehr erzählen und euch den ein oder anderen Impuls geben, wie ihr euren Süßgusto zähmen könnt.

Die Lust auf Süßes wurde uns schon in die Wiege gelegt.
Sie ist angeboren und fest in unseren Genen verankert. Muttermilch schmeckt süß und wir verbinden mit diesem Geschmack Sicherheit und Geborgenheit. Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist der Mensch auf Süßes versessen, weil es Energie verheißt und eine gewisse Garantie gibt, dass die Nahrung nicht giftig ist.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird im Zusammenhang mit der Geschmacksrichtung Süß, auch über „die Mitte“ gesprochen. Aus der TCM können wir uns einige Anregungen holen, mehr dazu jedoch in einem anderen Beitrag. Den „Fehler“, dass wir Lust auf Süßes haben oder gar schon in der Zuckersucht drinnen stecken, wird oft mit mangelnder Impulskontrolle, zu wenig Willenskraft und Disziplin verurteilt.

In meiner Ausbildung zur diplomierten Mentaltrainerin mit Neuro-Expertise habe ich einiges über unser Gehirn gelernt und folglich lass mich Dir bitte hier und jetzt eines sagen: „Du hast keine Schuld!“
Wenn wir die Zusammenhänge wirklich verstehen und erkennen, dass das Geheimnis für unsere Machtlosigkeit in unserem Gehirn verankert ist, fällt es uns viel leichter, unser bisheriges Essverhalten unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Es gelingt uns dann vielleicht zum ersten Mal, nicht länger an uns selbst zu zweifeln, sondern unser Verhalten anzunehmen. Dies kann schon einen ersten Schritt in Richtung Wohlfühlgewicht sein.
Schreib mir gerne in den Kommentaren oder in einer persönlichen Nachricht, was Dich zum Thema Zucker interessieren würde.
Ich freue mich auf Anregungen.
Bis bald!

Deine Birgit Maria

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